Die Waschmaschinentragödie
frei nach Stansilav Lem
Die Künstliche Intelligenz ist gekommen, um zu bleiben.
Und niemand weiß, wie sich diese Technologie in Zukunft auf unser Zusammenleben auswirken wird. Außer einer. Denn alles, was man über das Verhältnis zwischen Menschen und intelligenten Maschinen wissen muss, steht bereits bei Stanisław Lem.
Der polnische Autor schrieb schon 1963 die urkomische satirische Erzählung „Die Waschmaschinentragödie“. Sie berichtet vom Konkurrenzkampf zweier Waschmaschinenhersteller, die sich gegenseitig mit immer intelligenteren Waschmaschinen übertrumpfen. Das Ganze gerät vollkommen außer Kontrolle. Die Waschmaschinen beginnen, aktiv am gesellschaftlichen und kriminellen Leben teilzunehmen. Die Gesetzgebung versucht panisch, die Grenze zwischen Maschine und Mensch aufrechtzuerhalten. Mit dem Fall Kathodius Mattrass geraten die Definitionen dessen, was Mensch und was Maschine ist, dann endgültig ins Schlingern. Die Geschichte endet mit der Sitzung eines Expertenrats zu diesem Thema, an deren Ende sich herausstellt, dass alle Teilnehmer verkleidete Waschmaschinen sind.
Leider weigert sich der Suhrkamp Verlag bislang beharrlich, mit mir zusammen eine illustrierte Neuauflage zu erarbeiten.
(Wobei die Entwicklungen aktuell so rasant vonstattengehen, dass ich die Illustrationen heute vielleicht ganz anders konzipieren würde. Oder man bleibt erst recht bei dieser retro-nostalgischen Darstellung, verknüpft sie aber inhaltlich stärker mit aktuellen Diskussionen. Ich denke nur laut. Damit niemandem auffällt, dass ich eigentlich eine Maschine bin.)
Also, falls jemand von den Suhrkampis hier zufällig vorbeikommt – weil sie sich selber googeln: Bei Interesse diesen Button drücken!
Ansonsten gilt: Die Arbeiten greifen einzelne Produkte, Ideen und gesellschaftliche Konsequenzen des Textes auf und entwickeln daraus eigenständige fiktive Werbe- und Magazinmotive. Es handelt sich nicht um eine offizielle oder autorisierte Adaption.
Falls also doch nur die Rechtsabteilung mit ihren Bots vorbeikommt: Hier gibt es keine Lem-Zitate zu entdecken. Bitte ziehen Sie weiter. Die Maschinen kümmern sich bereits darum.

